Brasilien
Rio de Janeiro
Deutschland und Brasilien: Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Brasilien hat sich in den letzten 10 Jahren etwa verdoppelt auf über 15 Milliarden Euro in 2008.
Deutschland gehört zu den Hauptlieferanten Brasiliens und rangiert, hinter den USA, China und Argentinien, auf Platz 4. Der Investitionsbestand liegt bei ca. 8 Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen erwirtschaften in Brasilien ca. 8 % des industriellen Bruttoinlandsprodukts.
In der gegenwärtigen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt sich Brasilien im Vergleich zu früheren Krisen als relativ stabil. Die konservative Wirtschafts- und Währungspolitik der vergangenen 10 Jahre erweist sich als außerordentlich erfolgreich (unabhängige Zentralbank, stabile Währung bei flexiblen Wechselkursen, stabiler Bankensektor, Schuldenabbau, wachsende Mittelschicht, Diversifizierung des Exports). Die Bedeutung Brasiliens als „neuer“ Markt (nach der Krise) dürfte für deutsche Unternehmen noch weiter zunehmen. Für die kommenden Jahre sind staatlich geförderte Investitionen in den Infrastruktur- und Energiesektor in der Größenordnung von über 200 Milliarden Euro geplant. Hieraus – wie auch aus der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien – ergeben sich interessante Chancen für die deutsche Industrie.
EU-Brasilien-Gipfel
Am 14. Juli 2010 fanden in Brasília der politische EU-Brasilien-Gipfel sowie der EU-Brasilien-Wirtschaftsgipfel statt.

