Privatsektorförderung

Privatsektorförderung

Ein dynamischer Privatsektor schafft Wachstum und Wohlstand Ein dynamischer Privatsektor schafft Wachstum und Wohlstand ©BDI / Uwe Schmidt

Ein dynamischer Privatsektor ist die Grundlage für Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung. Unternehmerische Initiativen benötigen daher wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen.

Privatwirtschaftliches Engagement kann sich nur dort entfalten, wo förderliche und verlässliche Rahmenbedingungen gegeben sind. In vielen Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit herrschen allerdings Rahmenbedingungen, die unternehmerische Engagements lähmen. Makroökonomische Ungleichgewichte, kaum funktionierende Finanzsektoren, nur begrenzt leistungsfähige Verwaltungen, Überregulierung, unzureichender Schutz von (geistigen) Eigentumsrechten, Korruption und Vetternwirtschaft, Rechtunsicherheit, Gewalt und Kriminalität sind nur einige der dort anzutreffenden, wenig förderlichen Rahmenbedingungen. Durch sie entstehen unnötige Kosten für Planung, Finanzierung, Betrieb und Risikoabsicherung.

Dementsprechend hemmen sie die Entfaltung privatwirtschaftlicher Initiativen – sowohl von inländischen Unternehmern wie auch von ausländischen Investoren.   Bürokratische und oft intransparente Verfahren sowie die mangelnde Durchsetzbarkeit vertraglicher Ansprüche sind Haupthemmnisse für Handel und Investitionen. Durch die Förderung regionaler Integration kann die Entwicklungspolitik wichtige Beiträge zum Entstehen größerer, für ausländische Unternehmen attraktiverer Märkte in Entwicklungsländern leisten. Unzureichende physische Infrastruktur hindert die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern. Für den Aufbau physischer Infrastruktur im Transport-, Wasser- und Energiesektor sind substanzielle öffentliche Mittel und innovativer Kooperationsmodelle erforderlich, die die Instandhaltung entwicklungsfinanzierter Infrastruktur sicherstellen.  Insgesamt muss die Entwicklungszusammenarbeit stärker als bisher zur Senkung von Transaktionskosten unternehmerischer Initiativen beitragen. Gegenüber Partnerregierungen ist auf deren Eigenverantwortung für die Schaffung eines unternehmensförderlichen Rahmens hinzuweisen. Daraus resultierende Eigenanstrengungen sollten durch entsprechende Beratungs- und Leistungsangebote unterstützen werden.

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