Wirtschaftskooperation

Klimaschutz

Große Chancen für den Export von Klimaschutztechnologien

07.09.2009

„Der Export von Klimaschutz - und Energieeffizienztechnologien in Schwellen- und Entwicklungsländer birgt große Chancen für die Industrie.“

Das erklärte Carsten Kreklau, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, am Montagabend auf einer vom BDI gemeinsam mit der KfW und dem für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Landesministerium Nordrhein-Westfalen organisierten Veranstaltung. Thema der Konferenz war eine wirkungsvollere Verzahnung von Klimaschutz, Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit.

Nach Kalkulationen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der bis zum Jahr 2030 projizierte Emissionszuwachs nahezu vollständig in Schwellen- und Entwicklungsländern stattfinden. „Gerade in diesen Ländern entsteht ein außerordentlicher Bedarf an schnell wirksamen Geschäftsmodellen und Lösungskonzepten. Die deutsche Industrie sieht sich hier als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Lösung“, stellte Kreklau klar.

Kreklau begrüßte die von Minister Armin Laschet, in Nordrhein-Westfalen initiierten innovativen Ansätze bei der Verknüpfung von außenwirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Zielen: „Als prominenter Standort einer sehr dynamischen Energiewirtschaft“, so Kreklau, „bietet Nordrhein-Westfalen gute Ansatzpunkte für klimabezogene Außenwirtschafts- und Entwicklungspolitik. Das nützt gleichermaßen den Menschen in Nord und Süd.“ Vor diesem Hintergrund empfahl Kreklau die gezielte Ausweitung der Möglichkeiten für Public-Private-Partnerships (PPP) in der Entwicklungszusammenarbeit. Kreklau kündigte an, dass der BDI darüber mit der künftigen Bundesregierung diskutieren werde.

Neben dem BDI und Minister Laschet hoben u.a. Vertreter von E.ON, Solarworld und SCHOTT Solar das große Marktpotenzial für Klimaschutztechnologien in Entwicklungs- und Schwellenländer hervor. Die von der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Kopenhagen erwarteten zusätzlichen Mittel sollten allerdings so bereit gestellt werden, dass sie entsprechende Anschlussmöglichkeiten für die deutsche Wirtschaft bieten. Statt eine „Weltklimabank“ einzurichten, seien privatwirtschaftliche Kooperationen oder bilaterale Entwicklungsprojekte zu bevorzugen.

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