Algerien

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1. Sitzung der Deutsch-Algerischen Wirtschaftskommission (GWK)

Deutsch-Algerische Wirtschaftskommission Deutsch-Algerische Wirtschaftskommission ©BDI/Behm
14.03.2011

Wirtschaftsgespräch im Rahmen der 1. Sitzung der Deutsch-Algerischen Gemischten Wirtschaftskommission (GWK) am 9. März 2011

Anlässlich des Besuchs des algerischen Staatspräsidenten Bouteflika im Dezember 2010 wurde mit der Bundeskanzlerin vereinbart, eine Deutsch-Algerische Gemischte Wirtschaftskommission (GWK) einzurichten. Die erste Sitzung fand am 8. und 9. März 2011 in Berlin unter Leitung von Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) statt und leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Algerien geht auf eine langjährige Tradition zurück, die sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. Deutlich wurde dies durch die anhaltende Stabilität der deutschen Exporte – auch im Krisenjahr 2009. Jedoch weisen die neusten Zahlen für 2010 einen Rückgang der deutschen Ausfuhren nach Algerien um -9,8% aus. Unter dem Gesichtspunkt, dass der deutsche Export in die MENA-Region um insgesamt 14,1% angestiegen ist, sind die fallenden Exportzahlen nach Algerien umso auffälliger.

Im Rahmen der GWK beantworteten Vertreter unterschiedlichster algerischer Ministerien, darunter die Ministerien für Industrie, KMU und Investitionsförderung, Energie und Bergbau, Umwelt, Wasser sowie Bildung Fragen rundum Geschäftschancen und Rahmenbedingungen in Algerien.

Industrieminister Benmeradi hob den algerischen Investitionsplan 2010-2014 in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: Bis zum Jahre 2014 stellt die algerische Regierung rund 286 Mrd. US-$ für unterschiedlichste Projekte zur Verfügung. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen noch Projekte in Höhe von 156 Mrd. US-$ zur Vergabe an. Der Großteil der Investitionssumme wird in den Bereichen Wohnungsbau (ca. 28%), staatlichen Bauvorhaben (ca. 23%) und Wasser (ca. 15% in unterschiedlichen Bereichen wie Abwasserentsorgung, Wasserentsalzungsanlagen etc.) investiert werden.

Der Generaldirektor der Nationalagentur für Investitionsentwicklung (ANDI), Herr Abdelkrim Mansouri, appellierte ebenfalls an die deutsche Industrie, sich an den Ausschreibungen im Rahmen des Investitionsplans zu beteiligen. Deutsche Technologie hat nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert in Algerien und kann maßgeblich zum Wiederaufbau des Landes beitragen: „Algerien gibt deutschen Unternehmen die Instrumente an die Hand, welche benötigt werden, um eine fruchtbare Beziehung zu gewährleisten“, so Industrieminister Mohammed Benmeradi. Schwierigkeiten in bürokratischen Prozessen sollen nach Aussage von Benmeradi auf ein Minimum reduziert werden. Eine von der deutschen Wirtschaft geforderte Lockerung der 2009 eingeführten Bestimmungen zur verpflichtenden Beteiligung lokaler Partner bei ausländischen Investitionsprojekten und Handelsgesellschaften stellte die algerische Seite jedoch nicht in Aussicht.

Weitere Informationen zum algerischen Investitionsplan 2010-2014 finden Sie auf der Internetseite der National Agency for Investment Development (ANDI) unter http://www.andi.dz


Ansprechpartner im BDI: Philip Schöpfle





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