Beziehungen zu Mitgliedstaaten
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Um deutsche Interessen im Gemeinschaftsgefüge wirksam vertreten zu können, ist die Abstimmung nationaler Positionen mit den europäischen Partnern wichtig.
Enge Kontakte auf bilateraler Basis in Politik und Wirtschaft bleiben unverzichtbar. Darüber hinaus gilt es, die Chancen, die der europäische Binnenmarkt für deutsche Unternehmen bietet, noch besser und konsequenter zu nutzen. Das ist gerade für mittelständische Unternehmen zentral, die bislang in relativ geringem Maße international aktiv sind und sich – wenn überhaupt – zumeist auf den Export beschränken. Die europäischen Nachbarn bieten sich für den ersten Schritt ins Ausland an, ganz gleich, ob es nach Westen in die alten Mitgliedstaaten und nach Osten in die Beitrittsländer von 2004 geht. Politik und Verbände sind dabei gleichermaßen gefordert.
Deutschlands Wirtschaft profitiert enorm von der EU: Intensiver Handel und grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten schaffen Wachstum und Beschäftigung. 64 Prozent der deutschen Exporte gingen im Jahr 2008 in den EU-Binnenmarkt. Die deutsche Industrie spielt mit einem Anteil von 27 Prozent an der gesamten industriellen Bruttowertschöpfung der EU eine hervorgehobene Rolle. Wichtigster Handelspartner Deutschlands ist seit über 20 Jahren unverändert Frankreich (Platz 1 bei den Ausfuhren, Platz 2 bei den Einfuhren). Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2008 137,3 Mrd. Euro gegenüber 133,60 Mrd. Euro im Vorjahr.
Große Chancen für wirtschaftliches Engagement bietet aber auch Osteuropa: Das Volumen deutscher Exporte in die neuen EU-Länder ist von 1993 bis 2005 um über 260 Prozent gewachsen. Bei Direktinvestitionen ist Deutschland mit einem Bestand von rund 41,35 Mrd. Euro ein bedeutender Partner in der Region. Insgesamt haben deutsche Unternehmen in den neuen EU-Ländern oft eine führende Stellung und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.
