Standortpolitik

Standortpolitik

Im Zeitalter der Globalisierung steht Deutschland nunmehr seit einigen Jahren im intensiven Standortwettbewerb. Die Osterweiterung der EU, das Aufstreben der Schwellenländer in Asien und Lateinamerika und Reformen in den reifen Industriestaaten haben die Konkurrenz um Arbeitsplätze und Investitionen verschärft.

Teile der Wertschöpfungskette können im Ausland bei gleichen Qualitätsstandards kostengünstiger dargestellt werden. Die Konsequenzen sind Verlagerungen oder der Aufbau neuer Kapazitäten im Ausland. Betroffen davon sind nicht nur einfache Produktionskapazitäten oder Shared Services Center, sondern auch zunehmend Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Un­ternehmen sowie vereinzelt ganze Holdingsitze. Die Brisanz dieser Entwicklung liegt nicht allein im Verlust hochwertiger Arbeitsplätze am Standort Deutschland. Denn als letzte Konsequenz droht der Verlust der in Zukunft wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstrukturen. Seit vielen Jahren wird deutlich, dass wirtschaftliche Dynamik auf den internationalen Märkten hauptsächlich im Innovationsbereich und im Bereich der Hochtechnologien stattfindet. Dagegen erleben andere Teile der Wertschöpfungskette eine Renaissance und die weltweite Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen ist ungebrochen hoch.

Aufgabe der Politik ist es, den Wettbewerb der Standortbedingungen anzunehmen und den Rahmen für Unternehmen hierzulande so zu gestalten, dass deutsche Unternehmen mit ihren Arbeitnehmern ihre Stärken ausspielen und verbessern können. Mit dem gebündelten Know-how und dem Wissen um die Bedürfnisse der Unternehmen am Standort Deutschland begleitet der BDI den Prozess einer wirtschaftsfreundlichen Rahmensetzung durch die Politik.

Themen

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