Wirtschaftskooperation

Wirtschaftskooperation

 Kooperationspotenziale zwischen Unternehmen besser nutzen Kooperationspotenziale zwischen Unternehmen besser nutzen ©Uwe Schmidt

Durch geschickte Kooperation zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft lassen sich Win-Win Situationen schaffen und Synergien mobilisieren, von denen alle Beteiligten profitieren.

Die Entwicklungspolitik hat erkannt, dass die Entwicklung der Privatwirtschaft in Entwicklungsländern der Schlüssel zu nachhaltiger Armutsbekämpfung ist. Dieser Einsicht muss nun eine zweite folgen: Zur Erreichung dieses Ziels sind die Erfahrungen der Wirtschaft viel stärker zu nutzen. Mit ihren Fähigkeiten und Potentialen kann die Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen in Entwicklungsländern leisten.

Partnerschaften erfordern aber ein gleichberechtigtes Miteinander bei der konkreten Durchführung von Projekten und der konzeptionellen Weiterentwicklung unternehmerischer Kooperationsansätze. So ist bei Entwicklungsprojekten, die privatwirtschaftliche Komponenten aufweisen, die frühzeitige Einbindung von Partnern aus der Wirtschaft sehr wichtig. Die verfasste Wirtschaft sieht Unternehmen daher als Initiatoren und Durchführer von Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit. Insbesondere im Bereich der Public Private Partnerships (PPPs) besteht noch ein großes Kooperationspotenzial, das erst ansatzweise erschlossen ist.

Die Wirtschaft setzt sich nachdrücklich dafür ein, PPP-Ansätze aus der institutionellen und finanziellen Nische des für Entwicklungskooperation zuständigen Ministeriums herauszuholen. Mit einem Anteil von deutlich unter 0,5 % am Haushalt ist die vom BMZ unlängst reformierte „PPP-Fazilität“ (nun „develoPPP.de“) äußerst knapp ausgestattet. Aufbauend auf kommunalen Erfahrungen sollten PPP-Ansätze auch in der Entwicklungszusammenarbeit stärker gefördert werden - v.a. im Infrastrukturbereich, also bei Wasser, (erneuerbarer) Energie, Klimaschutz, Umwelttechnik, Gesundheitswesen, Transport und im Rohstoffsektor.

Ein Ansatzpunkt dafür besteht in der Vereinbarung von „bilateralen PPP-Fonds“. In Übereinkunft mit Partnerregierungen gilt es solche Fonds mit entsprechenden Mitteln auszustatten. Bilaterale PPP-Fonds sind in den „Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit“ seit 2007 vorgesehen, werden aber noch viel zu selten praktiziert.

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