Energie- und Klimapolitik
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Eine sichere und kohlenstoffarme Energieversorgung Deutschlands und der EU ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft.
Die EU deckt mehr als die Hälfte ihres Energieverbrauchs durch Importe, mit steigender Tendenz. Die Europäische Kommission prognostiziert, dass die EU im Jahr 2030 etwa 84 % ihres Erdöls und 93 % ihres Erdgasbedarfs einführen muss. Angesichts eines weltweit wachsenden Energiebedarfs und der Konzentration der EU-Importe auf wenige Lieferländer bedarf es einer gesamteuropäischen Strategie, um die Energieversorgung der EU langfristig zu sichern. Einen ersten Schritt hat die Europäische Union mit ihrem im März 2009 verabschiedeten Aktionsplan für eine sichere Energieversorgung unternommen. Mit diesem Maßnahmepaket strebt sie eine größere Diversifizierung der Energiebezüge sowie eine stärkere Nutzung einheimischer Energieträger an.
Gleichzeitig gilt es, die Energieerzeugung an die neuen klimapolitischen Anforderungen anzupassen. Ab 2013 muss die Energiewirtschaft in den meisten EU-Mitgliedstaaten ihre CO2-Emissionsrechte zu hundert Prozent ersteigern. In Deutschland wird das vor allem die Kohleverstromung merklich verteuern. Der BDI hält daher eine Kompensation der CO2-bedingten Stromkosten für energieintensive Unternehmen für unabdingbar, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrien zu erhalten. Große klimapolitische Hoffnungen werden in die Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) gesetzt. Diese Technologien befinden sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und sollen nach den derzeitigen Erwartungen bis 2020 zur Marktreife gelangen.
Bis zum Jahr 2020 soll ein Fünftel des EU-weiten Energieverbrauchs aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Dies erfordert nicht nur hohe Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energieträger, sondern damit einhergehend in die Modernisierung und den Ausbau der Energienetze. Der BDI unterstützt eine kosteneffiziente und wettbewerbsneutrale Förderung regenerativer Energien und setzt sich für eine EU-weite Harmonisierung der nationalen Fördersysteme ein.
