Elektromobilität

Elektromobilität

 © Daimler AG

Unsere Mobilität von morgen wird durch eine Diversifizierung technologischer Lösungen geprägt sein. Für mehr Effizienz sind alle Lösungen wichtig: Verbrennungsmotoren, Elektromobilität, Hybride, alternative Kraftstoffe.

Neue Antriebstechnologien werden effiziente Verbrennungsmotoren mit bewährten Batteriesystemen auf absehbare Zeit nicht ersetzen, sondern wichtige zusätzliche Lösungen darstellen. Mittel- und langfristig bilden die verschiedenen Varianten des Elektroantriebs (batterie-elektrisch und brennstoffzellen-elektrisch) eine besonders vielversprechende Option. Sie ermöglichen ein lokal emissionsfreies Fahren. Elektromobilität kann dazu beitragen, energie- und klimapolitische Ziele zu erfüllen. Dafür ist eine emissionsarme Fahrstromerzeugung und – wenn die technologischen Voraussetzungen erfüllt sind – eine intelligente Integration in die Stromnetze entscheidend.

Elektromobilität stellt Industrie vor große Herausforderung
Die Bundesregierung hat die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) mit Vertretern aus Politik, Industrie, Gewerkschaften und Wissenschaft im Mai 2010 mit einer klaren Vision einberufen: Deutschland soll sich bis 2020 als Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität mit einer Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen durchsetzen. Die Herausforderung ist enorm: Die Industrie muss zentrale Stufen der Wertschöpfungskette für Elektromobilität im eigenen Land entwickeln - Materialien und Rohstoffe, Energieerzeugung und Batterien, Antriebstechnologien und Infrastrukturen. Für die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Deutschland muss die Industrie mit ihrer Systemkompetenz auch in den Schlüsseltechnologien der Elektromobilität führend sein. Maßstab ist der internationale Wettbewerb. Dieser erfordert rasches Handeln.

Industrie investiert 17 Milliarden Euro
Die deutsche Industrie hat ihre Investitionsentscheidung bereits getroffen: Bis zu 17 Milliarden Euro wird sie branchenübergreifend in den kommenden drei bis vier Jahren rund um Elektromobilität investieren. Der Anspruch: Die deutsche Industrie will und kann Leitanbieter fürElektromobilität werden. Das Vorhaben setzt intelligente Rahmenbedingungen voraus. Die Experten der NPE haben mit ihrem Zweiten Bericht am 16. Mai einen schlüssigen Empfehlungskatalog vorgelegt. Die NPE empfiehlt ein abgestimmtes Förderprogramm für Forschung und Entwicklung. Das Gesamtvolumen für die kommenden drei Jahre addiert sich auf rund vier Milliarden Euro. Dabei sollte die staatliche Beteiligung bei 40 Prozent liegen. Um einen deutschen Leitmarkt zu etablieren, enthält der NPE-Bericht ein umfassendes Maßnahmenpaket für Infrastrukturen, Fahrzeuge und die praktische Erlebbarkeit von Elektromobilität in einigen prominenten Schaufenstern. Die Energiewirtschaft liefert grünen Fahrstrom. Zudem halten die Experten intelligente Anreizmaßnahmen – monetäre und nicht-monetäre – für unerlässlich. Der Fokus liegt auf der Marktvorbereitungsphase bis 2014. Zentral sind ein regelmäßiges Monitoring und sorgfältiges Nachjustieren. Denn die Gesamtmaßnahmen sollen konsistent ineinandergreifen und keine Fehlinvestitionen provozieren.

Rasche Umsetzung erforderlich
Die Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm Elektromobilität vom Mai 2011 zentrale Empfehlungen der NPE aufgenommen: Eine Milliarde Euro wird die Bundesregierung in den Jahren 2012 und 2013 zusätzlich für Forschung und Entwicklung bereitstellen. Bis zur Vorlage des ersten Fortschrittsberichts der NPE in diesem Jahr fordert der BDI weiterhin die rasche Umsetzung des Regierungsprogramms. Darum geht es:

  • die noch fehlenden Programme im Rahmen der zugesagten Förderung von Forschung und Entwicklung ausschreiben und vergeben; 
  • die »Schaufenster Elektromobilität« rasch vergeben;
  • im Rahmen der Schaufenster auch zum Aufbau der erforderlichen Infrastrukturen mit einheitlichen Standards beitragen; 
  • in Normung und Standardisierung, der beruflichen und akademischen Bildung sowie der Rohstoffverfügbarkeit weiter die Arbeit der Nationalen Plattform Elektromobilität politisch kraftvoll flankieren; 
  • die Anreizmaßnahmen (zum Beispiel Nachteilskompensation bei Dienstwagenbesteuerung) rasch umsetzen.

Meldungen

Elektromobilität

2. Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität

MiniE BMW 16.05.2011

Die Nationale Plattform Elektromobilität hat am 16. Mai ihren 2. Bericht im Rahmen eines Spitzengesprächs an die Bundeskanzlerin übergeben.

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Gemeinsame Veranstaltung Elektromobilität

Batterieproduktion in Deutschland aufbauen

D. Schweer (Mitglied BDI-Hauptgeschäftsführung), W. Ressing (Abteilungsleiter BMWi), M. Wissmann (BDI-Vizepräsident und VDA-Präsident) v.l. 19.01.2011

»Wir brauchen eine integrierte Zell- und Batteriesystemproduktion in Deutschland.« Das forderte BDI-Vizepräsident Matthias Wissmann.

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