Elektromobilität

Nationale Plattform Elektromobilität

BDI begrüßt Berufung von Henning Kagermann

BDI und Deutsches Verkehrsforum laden zur Diskussion über Wegmarken und Lösungen für Elektromobilität ein. BDI und Deutsches Verkehrsforum laden zur Diskussion über Wegmarken und Lösungen für Elektromobilität ein. ©RWE
28.04.2010

"Henning Kagermann ist eine starke Besetzung an der Spitze der Nationalen Plattform Elektromobiltät."

Das sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel zur Bestellung von Henning Kagermann zum Vorsitzenden des Lenkungsausschusses der Nationalen Plattform Elektromobilität.

"Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, ihn für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen. Kagermann verkörpert den branchenübergreifenden strategischen Ansatz, den wir brauchen, um in Deutschland bei der Elektromobilität weltweit erfolgreich zu sein. Nur im engen Miteinander von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind diese gigantischen Herausforderungen zu bewältigen. Als erfahrener Manager an der Spitze des größten deutschen IT-Unternehmens und Vorsitzender der deutschen Wissenschaftsakademie Acatech bündeln sich bei Henning Kagermann alle erforderlichen Erfahrungen und Netzwerke. Unter Henning Kagermann hat Acatech mit seiner wegweisenden Studie zur Elektromobilität bereits wichtige inhaltliche Vorbereitungen geleistet", so Keitel.

In Vorbereitung dazu hat die Industrie bereits im März 2010 den Industriekreis Elektromobilität gegründet. Grundlage ist ein einstimmiger Beschluss des BDI-Präsidiums unter BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Mitglieder sind alle Branchen, die an dem Thema Elektromobilität maßgeblich beteiligt sind.

Industriekreis Elektromobilität – die einheitliche Plattform der deutschen Industrie

Die Mitglieder im Einzelnen: Der BDI mit seinen Mitgliedsverbänden dem Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), dem Mineralölwirtschaftsverband (MWV), dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, dem Verband Beratender Ingeneure (VBI), dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA), dem Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (VdTÜV), dem Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), der WirtschaftsVereinigung Metalle (WV Metalle), der Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl), dem Verein der Zuckerindustrie und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI), in Kooperation mit dem nicht im BDI organisierten Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW).

Vorsitzender des Industriekreises ist VDA-Präsident Matthias Wissmann, in seiner Funktion als BDI-Vizepräsident und Vorsitzender des BDI-Verkehrsausschusses. Den stellvertretenden Vorsitz hat Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die konstituierende Sitzung des Industriekreises war im April 2010 in Berlin.

Koordinierungskreis tagt wöchentlich

Der Industriekreis hat einen engeren Koordinierungskreis eingerichtet. Er besteht aus BDI, BITKOM, VCI, VDA, VDMA, ZVEI und BDEW. Der Koordinierungskreis hat sich in den vergangenen Wochen wöchentlich getroffen und steht in ständigem Austausch mit allen beteiligten Verbänden und der Gemeinsamen Geschäftsstelle Elektromobilität (GGEMO) der Bundesregierung.

An zwei Vorbereitungstreffen mit Vertretern der Bundesregierung für die Etablierung der Nationalen Plattform im Januar und März 2010 nahmen die maßgeblich beteiligten Verbände sowie zahlreiche namhafte Unternehmen teil. Zu den Verbänden zählten BDI, BITKOM, MWV, VCI, VDA, VDMA, VDV, WSM, WV Metalle, WV Stahl, ZVEI sowie BDEW, Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und Zentralverband des Deutschen Handwerks.

BDI legt Positionspapier vor

Der BDI hat mit seinen Mitgliedsverbänden das Positionspapier „Innovative Antriebstechnologien, Elektromobilität und alternative Kraftstoffe für unsere Mobilität von morgen“ erarbeitet und im Februar 2010 veröffentlicht. Die Bundesregierung stimmt die Besetzung der sieben Arbeitsgruppen zu den zentralen Themen der Elektromobilität mit allen beteiligten Verbänden ab.

Der BDI als Spitzenverband der deutschen Industrie zeigt das Potenzial innovativer Antriebe und alternativer Kraftstoffe für unsere Mobilität von morgen auf – und gestaltet die Entwicklung mit. Die deutsche Industrie hat mit ihrer Lösungskompetenz schon große Erfolge für eine effizientere Mobilität erreicht. Ob Automobile, Nutzfahrzeuge, die Schiene, die Luftverkehrswirtschaft oder moderne Schiffe: Dank Forschung und Entwicklung ist Mobilität heute wesentlich klima- und umweltschonender als noch vor wenigen Jahren.

Mit diesem technologischen Know-how kann sich die deutsche Industrie auch künftig eine globale Spitzenposition in Entwicklung und Gestaltung innovativer Antriebstechnologien und alternativer Kraftstoffe sichern: für umweltgerechte Mobilität und für dauerhaften Erfolg auf den Weltmärkten.

In BDI-Positionspapier skizziert die deutsche Industrie Chancen und Herausforderungen innovativer Antriebstechnologien für den Straßenverkehr. Unsere Mobilität von morgen wird durch eine Diversifizierung technologischer Lösungen geprägt sein. Für mehr Effizienz sind alle Lösungen wichtig: effiziente Verbrennungsmotoren, Elektromobilität – Brennstoffzelle und Batterie –, Hybridlösungen, alternative Kraftstoffe. In diesen Zukunftstechnologien führend zu sein, ist eine nationale Herausforderung.

Ziel muss sein, Spitzentechnologie und Produktion in Deutschland zu stärken. Maßstab ist der internationale Wettbewerb, der rasches Agieren erfordert. Die deutsche Industrie will und kann globaler Leitanbieter auch für Elektromobilität sein. Eine große Stärke Deutschlands liegt in der Vernetzung beteiligter Branchen wie Automobil, Maschinen- und Anlagenbau, Energieversorgung, Chemie und Gase, Elektroindustrie, Informations- und Kommunikationstechnik und Metallindustrie.

Industrie und Politik müssen für Forschung und Implementierung eng zusammenarbeiten, wobei der Grundsatz der Technologieoffenheit gelten muss. Der BDI begrüßt die Initiative der Bundesregierung, die nationale Plattform am 3. Mai zu etablieren.

Dialogcenter