Konjunkturprogramme

Konjunkturprogramme

Die Auswirkungen des globalen Konjunktureinbruchs zeigen sich auch in den arabischen Volkswirtschaften immer deutlicher.

Zwar waren sie zu Beginn der internationalen Finanzkrise in direkter Hinsicht eher gering betroffen, da arabische Banken bisher vor allem auf den heimischen Märkten aktiv sind und sich größere Engagements bei Finanzinstitutionen in den USA in Grenzen halten.

Doch den indirekten Folgen der Finanzkrise, die mittlerweile in einer weltweiten Wirtschaftskrise mündet, können sich auch die rohstoffreichen Länder nicht länger entziehen. Nachdem der IWF seinen Ausblick für das Wirtschaftswachstum im Mittleren Osten bereits im November 2008 um 0,6% reduziert hat, senkte er Anfang 2009 seine Prognose um weitere 1,5% und geht nunmehr von einem regionalen Wirtschaftswachstum von lediglich 3,9% für 2009 aus.

Die drastisch gesunkenen Öl- und Gaspreise gefährden mittlerweile das Gleichgewicht zahlreicher Staatshaushalte in der arabischen Welt. Doch gerade jetzt sind die Regierungen gezwungen, z.T. massive Stützungsprogramme zu finanzieren. Anpassungen der sehr ehrgeizigen Diversifizierungsstrategien und Investitionspläne scheinen unvermeidlich.

Allerdings: Mit einem im Verlauf der vergangenen fünf Jahre akkumulierten Haushaltsüberschuss von 500 Mrd. US-$ sowie Devisenreserven von ca. 455 Mrd. US-$ stehen insbesondere den Golfstaaten signifikante Kapazitäten zur Verfügung, der Krise entgegenzuwirken.

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