Handel mit der MENA-Region wächst 2010 kräftig
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22.02.2011
Mit einem Anstieg von 14,1 % gegenüber 2009 liegen die deutschen Ausfuhren inzwischen wieder leicht über dem Vorkrisenniveau von 2008. Nur Frankreich hat sich im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 14,6 % minimal stärker entwickelt. Wichtigste Exportdestinationen für deutsche Lieferanten sind nach wie vor die Vereinigten Arabischen Emirate (7,4 Mrd. Euro) und Saudi-Arabien (5,7 Mrd. Euro). Bemerkenswert ist der Anstieg der deutschen Ausfuhren nach Ägypten auf jetzt fast 3 Mrd. Euro. Auch die Exporte nach Tunesien haben sich 2010 mit einem Plus von über 30 % auf 1,6 Mrd. Euro erfreulich erholt. Allerdings bleibt vor dem Hintergrund des derzeitigen politischen Umbruchs und der noch nicht abschätzbaren Auswirkungen auf beide Volkswirtschaften abzuwarten, ob dieses hohe Niveau in 2011 fortgesetzt werden kann.
Bzgl. der europäischen Exporte in den Iran zeichnet sich seit Inkrafttreten der neuen EU-Sanktionen im Oktober 2010 ein gemischtes Bild. Während die deutschen und italienischen Exporte in den Monaten Oktober, November und Dezember um durchschnittlich - 16,8 % bzw. - 18,1 % gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten deutlich zurückgegangen sind, verzeichneten die französischen Exporte auch im 4. Quartal 2010 einen starken Anstieg. Auf das Gesamtjahr gesehen legten diese um 23,3 % auf knapp 1,8 Mrd. Euro zu. Die deutschen Ausfuhren in den Iran blieben aufgrund eines leichten Anstiegs zu Jahresbeginn am Ende nahezu unverändert bei ca. 3,8 Mrd. Euro.
Dem hohen Exportvolumen Deutschlands stehen dagegen lediglich Importe im Wert von 11,8 Mrd. Euro gegenüber. Damit liegt Deutschland weit hinter Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien, die Waren im Wert von 40,3 Mrd. Euro, 23,1 Mrd. Euro, 21,9 Mrd. Euro bzw. 19,3 Mrd. Euro aus der Region importieren. Dabei dominiert der Import von Energieträgern. So bezogen die fünf genannten Länder beispielsweise aus Libyen im Jahr 2010 Öl- und Gaslieferungen im Wert von zusammen mehr als 24 Mrd. Euro. Allein 11,8 Mrd. Euro entfielen davon auf italienische Importe. Auch der Iran bleibt für einige europäische Nationen ein wichtiger Energielieferant. Während Deutschland und Frankreich weniger als 1 Mrd. Euro an Importen ausweisen, stiegen die italienischen und spanischen Einfuhren aus dem Iran auf 4,7 bzw. 3,3 Mrd. Euro signifikant an.
Deutschland führt europäische Exporte in die MENA-Region an
Deutschland war 2010 mit ca. 36 Mrd. Euro der größte europäische Exporteur in die Länder Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens.
Deutschland exportierte im Jahr 2010 Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 36 Mrd. Euro in die Staaten Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens (MENA). Damit ist die Bundesrepublik im europäischen Vergleich erneut Spitzenreiter, gefolgt von Frankreich und Italien mit Exportvolumina von 31,7 Mrd. Euro bzw. 29,7 Mrd. Euro.Mit einem Anstieg von 14,1 % gegenüber 2009 liegen die deutschen Ausfuhren inzwischen wieder leicht über dem Vorkrisenniveau von 2008. Nur Frankreich hat sich im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 14,6 % minimal stärker entwickelt. Wichtigste Exportdestinationen für deutsche Lieferanten sind nach wie vor die Vereinigten Arabischen Emirate (7,4 Mrd. Euro) und Saudi-Arabien (5,7 Mrd. Euro). Bemerkenswert ist der Anstieg der deutschen Ausfuhren nach Ägypten auf jetzt fast 3 Mrd. Euro. Auch die Exporte nach Tunesien haben sich 2010 mit einem Plus von über 30 % auf 1,6 Mrd. Euro erfreulich erholt. Allerdings bleibt vor dem Hintergrund des derzeitigen politischen Umbruchs und der noch nicht abschätzbaren Auswirkungen auf beide Volkswirtschaften abzuwarten, ob dieses hohe Niveau in 2011 fortgesetzt werden kann.
Bzgl. der europäischen Exporte in den Iran zeichnet sich seit Inkrafttreten der neuen EU-Sanktionen im Oktober 2010 ein gemischtes Bild. Während die deutschen und italienischen Exporte in den Monaten Oktober, November und Dezember um durchschnittlich - 16,8 % bzw. - 18,1 % gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten deutlich zurückgegangen sind, verzeichneten die französischen Exporte auch im 4. Quartal 2010 einen starken Anstieg. Auf das Gesamtjahr gesehen legten diese um 23,3 % auf knapp 1,8 Mrd. Euro zu. Die deutschen Ausfuhren in den Iran blieben aufgrund eines leichten Anstiegs zu Jahresbeginn am Ende nahezu unverändert bei ca. 3,8 Mrd. Euro.
Dem hohen Exportvolumen Deutschlands stehen dagegen lediglich Importe im Wert von 11,8 Mrd. Euro gegenüber. Damit liegt Deutschland weit hinter Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien, die Waren im Wert von 40,3 Mrd. Euro, 23,1 Mrd. Euro, 21,9 Mrd. Euro bzw. 19,3 Mrd. Euro aus der Region importieren. Dabei dominiert der Import von Energieträgern. So bezogen die fünf genannten Länder beispielsweise aus Libyen im Jahr 2010 Öl- und Gaslieferungen im Wert von zusammen mehr als 24 Mrd. Euro. Allein 11,8 Mrd. Euro entfielen davon auf italienische Importe. Auch der Iran bleibt für einige europäische Nationen ein wichtiger Energielieferant. Während Deutschland und Frankreich weniger als 1 Mrd. Euro an Importen ausweisen, stiegen die italienischen und spanischen Einfuhren aus dem Iran auf 4,7 bzw. 3,3 Mrd. Euro signifikant an.
- Grafik Europäische Importe aus der MENA Region, 22.02.2011
- Tabelle Importe aus der MENA-Region, 22.02.2011
- Grafik Europäische Zahlen Exporte in die MENA-Region, 22.02.2011
- Tabelle Europäische Zahlen MENA-Region, 22.02.2011
