Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz

Die Steigerung der Ressourceneffizienz hat sich in der nationalen und internationalen Politik zu einem Thema mit hohem Stellenwert entwickelt.

Die Bundesregierung hat in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland aus dem Jahre 2002 das Ziel formuliert, die Energie- und Rohstoffproduktivität bis zum Jahre 2020 gegenüber dem Jahre 1994 zu verdoppeln. Mit dem Entwurf für ein „Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)“ vom April bzw. Oktober 2011 benennt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) konkrete Handlungsvorschläge, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei begrenzt Sie ihren Ressourcenbegriff auf die abiotischen mineralischen Rohstoffe. Die biotischen Rohstoffe werden berücksichtigt, soweit sie stofflich verwertet werden. Die Europäische Union spricht sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, in ihrer Lissabon-Strategie, ihrer neuen Europa 2020-Strategie sowie in den aktuellen Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung für eine Erhöhung der Ressourcenproduktivität aus, wobei sie unter Ressourcen neben mineralischen und kohlenstoffhaltigen Rohstoffen auch Boden, Luft und Wasser versteht.

Unter dem Dach der Leitinitiative der Europäischen Kommission „Ressourcenschonendes Europa - eine Leitinitiative innerhalb der Strategie Europa 2020“ vom 26. Januar 2011 hat die Europäische Kommission am 20. September 2011 den „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ veröffentlicht.

Das Ziel, eine nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen un­ter Minimierung schädlicher Umwelt- und Klimaauswirkungen politisch zu fördern, wird von der deutschen Industrie grundsätzlich unterstützt. Sie trägt schon seit Jahrzehnten mit innovativen Technologien und Produkten entscheidend zu einem immer effizienteren Einsatz natürlicher Ressour­cen bei. Es ist jedoch zweifelhaft, ob ProgRess und der EU-Fahrplan hierzu einen Beitrag leisten werden.

Bericht zur Veranstaltung „Mehr Ressourceneffizienz - mehr Wachstum?“ vom 25. November 2011 in Brüssel - Referentenvorträge

Mit den wichtigsten Kernaussagen des BDI-Positionspa­piers „Ressourceneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit gehören zusammen“ hat BDI-Hauptge­schäftsführer Dr. Markus Kerber die Veranstaltung „Mehr Ressour­ceneffizienz - mehr Wachstum?“ am 25. November 2011 in Brüssel er­öffnet. Karl-Friedrich Falkenberg, Generaldirektor der GD Umwelt, verteidigte dabei den „EU-Fahrplan für ein ressourenschonendes Europa“ als unverzichtba­ren Beitrag, einen nachhaltigen Wachstumspfad in Eu­ropa zu er­reichen. Dies sei insbesondere mit Blick auf den zu erwarten­den Ressourcen-Be­darf der rasant wachsenden Weltbevölkerung unver­zichtbar.

Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI so­wie Vorsitzender des Vorstandes von ORGALIME, wies in seinen Aus­füh­rungen (es gilt das gesprochene Wort) auf die Bedeutung von metallischen Rohstoffen für die Elekt­ro­technik und Elektronikindustrie hin.

Hans-Herrmann Nacke, Ge­schäftsführer Energie, Klima, Recht und Steu­ern des VCI, wies in seinem Vortrag auf die seit langem hohe Bedeutung hin, die ein effi­zienter Umgang mit Res­sourcen für die Industrie habe. Statt dirigistischer Ein­griffe solle der EU-Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ auf die Wirkung der Marktkräfte setzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie aktiv unterstützen.

Dokumentation des Workshops „Grünes“ Wachstum: Revolution oder „business as usual“? vom 27.01.2011

Auf dem gemeinsamen Workshop von BDI, VDMA und der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, wurde deutlich, dass alle Industrie­sektoren in Deutschland durch die Verbesserung der Energieeffizienz ih­rer Produktion und Produkte gleichermaßen zur Schonung von Umwelt, Klima und Ressourcen beitragen. mehr

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