Außenwirtschaftsreport
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15.03.2010
Bei dieser Gelegenheit wies Schnappauf Kritik aus Europa an den deutschen Handelsüberschüssen zurück. „Die deutschen Exporterfolge sind weder auf Lohndumping zurückzuführen noch auf eine zum Nachteil der Handelspartner angelegte Wirtschaftspolitik. Bei den Lohnstückkosten rangiert Deutschland im internationalen Vergleich nach wie vor in der Spitzengruppe. Nur wenige europäische Länder haben höhere Lohnstückkosten, zumeist aufgrund geringerer Produktivität. Statt den schwarzen Peter Deutschland in die Schuhe zu schieben, sollten sich Staaten mit Wettbewerbsproblemen darauf konzentrieren, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit durch eine konsequente Reformpolitik und eine an der Produktivität orientierte Lohnpolitik zu verbessern.“
Ermahnungen aus dem außereuropäischen Ausland, Deutschland solle seine Exportüberschüsse verringern, widersprach Schnappauf ebenfalls. „Eine solche Denkweise ist im Zeitalter der Globalisierung und der offenen Märkte überholt. Deutschlands Exporterfolge beruhen nicht auf irgendeinem geplanten Modell. Sie sind Ausdruck der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten.“ Deutsche Produkte seien weltweit gefragt. Die deutsche Industrie gebe mit ihren innovativen Technologien eine richtige Antwort auf die großen Herausforderungen wie Klimaschutz oder Ressourceneffizienz.
Für deutsche Exporteure bleibt Asien wichtigste außereuropäische Zielregion und China der bedeutendste Absatzmarkt für viele Industrieprodukte. Zugpferde für das Wachstum der Weltwirtschaft werden nach Ansicht des BDI vor allem China und Indien sein. So konnten sich die deutschen Ausfuhren nach China schon kurz nach Krisenausbruch wieder erholen und sind von Januar bis November 2009 im Vorjahresvergleich um sechs Prozent gestiegen. Schnappauf: „Die Region hat die Krise schnell überwunden, davon profitieren unsere Unternehmen.“ Für das kommende Jahr prognostiziert der Internationale Währungsfonds für China ein Wachstum von zehn Prozent. Fast sechs Prozent der chinesischen Importe stammen aus Deutschland.
Die gesamten deutschen Exporte gingen im Januar um 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. „Der Vormonatsvergleich stellt sicher noch keinen Trend dar, allerdings ist der Vergleich zum Vorjahr auch nicht viel besser“, erläuterte Schnappauf. Im Vorjahresvergleich stiegen sie nur geringfügig um 0,2 Prozent. Schnappauf betonte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Exportentwicklung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. „Von einem sich selbst tragenden Wachstum sind wir noch weit entfernt.“
Das bisherige Exportwachstum verdanke Deutschland weitgehend den weltweit aufgelegten Konjunkturprogrammen. Viele dieser Programme liefen im Jahresverlauf aus. „Die Konjunkturprogramme hinterlassen hohe Schulden, die das künftige Wachstum bremsen“, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Das sich abzeichnende Ende der weltweit expansiven Geldpolitik werde zusätzlich zu einer Abkühlung der Weltwirtschaft beitragen.
Exportrückgang um 6,3 Prozent im Januar ein Warnsignal
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„Die Erholung der Exporte bleibt volatil. Dies zeigt der jüngste starke Rückgang zwischen Dezember und Januar.“
„Der Einbruch ist ein Warnsignal.“ Dies sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf bei der Vorlage des neuen BDI-Außenwirtschafts-Reports am Montag in Berlin.Bei dieser Gelegenheit wies Schnappauf Kritik aus Europa an den deutschen Handelsüberschüssen zurück. „Die deutschen Exporterfolge sind weder auf Lohndumping zurückzuführen noch auf eine zum Nachteil der Handelspartner angelegte Wirtschaftspolitik. Bei den Lohnstückkosten rangiert Deutschland im internationalen Vergleich nach wie vor in der Spitzengruppe. Nur wenige europäische Länder haben höhere Lohnstückkosten, zumeist aufgrund geringerer Produktivität. Statt den schwarzen Peter Deutschland in die Schuhe zu schieben, sollten sich Staaten mit Wettbewerbsproblemen darauf konzentrieren, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit durch eine konsequente Reformpolitik und eine an der Produktivität orientierte Lohnpolitik zu verbessern.“
Ermahnungen aus dem außereuropäischen Ausland, Deutschland solle seine Exportüberschüsse verringern, widersprach Schnappauf ebenfalls. „Eine solche Denkweise ist im Zeitalter der Globalisierung und der offenen Märkte überholt. Deutschlands Exporterfolge beruhen nicht auf irgendeinem geplanten Modell. Sie sind Ausdruck der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten.“ Deutsche Produkte seien weltweit gefragt. Die deutsche Industrie gebe mit ihren innovativen Technologien eine richtige Antwort auf die großen Herausforderungen wie Klimaschutz oder Ressourceneffizienz.
Für deutsche Exporteure bleibt Asien wichtigste außereuropäische Zielregion und China der bedeutendste Absatzmarkt für viele Industrieprodukte. Zugpferde für das Wachstum der Weltwirtschaft werden nach Ansicht des BDI vor allem China und Indien sein. So konnten sich die deutschen Ausfuhren nach China schon kurz nach Krisenausbruch wieder erholen und sind von Januar bis November 2009 im Vorjahresvergleich um sechs Prozent gestiegen. Schnappauf: „Die Region hat die Krise schnell überwunden, davon profitieren unsere Unternehmen.“ Für das kommende Jahr prognostiziert der Internationale Währungsfonds für China ein Wachstum von zehn Prozent. Fast sechs Prozent der chinesischen Importe stammen aus Deutschland.
Die gesamten deutschen Exporte gingen im Januar um 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. „Der Vormonatsvergleich stellt sicher noch keinen Trend dar, allerdings ist der Vergleich zum Vorjahr auch nicht viel besser“, erläuterte Schnappauf. Im Vorjahresvergleich stiegen sie nur geringfügig um 0,2 Prozent. Schnappauf betonte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Exportentwicklung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. „Von einem sich selbst tragenden Wachstum sind wir noch weit entfernt.“
Das bisherige Exportwachstum verdanke Deutschland weitgehend den weltweit aufgelegten Konjunkturprogrammen. Viele dieser Programme liefen im Jahresverlauf aus. „Die Konjunkturprogramme hinterlassen hohe Schulden, die das künftige Wachstum bremsen“, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Das sich abzeichnende Ende der weltweit expansiven Geldpolitik werde zusätzlich zu einer Abkühlung der Weltwirtschaft beitragen.
- Pressemitteilung Außenwirtschaftsreport, 15.03.2010
