Steigende Gefahr externer Schocks
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„Die größte Gefahr für die Weltwirtschaft geht von der explodierten Staatsverschuldung in Kombination mit labilen Finanzmärkten aus."
Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Donnerstag in Berlin. „Durch diese Kombination kann sehr schnell die globale Güternachfrage einbrechen und eine im Kern gesunde Realwirtschaft nach unten ziehen.“
„Die reduzierte Wachstumsprognose der Bundesregierung für das kommende Jahr gibt für sich genommen kein Anlass zur Sorge“, sagte Kerber. Der Rückgang der Wachstumsraten entspreche nach zwei fulminanten Aufschwungjahren dem üblichen Verlaufsmuster des Konjunkturzyklus. Der BDI bleibt trotz der nachlassenden Dynamik für 2011 bei seiner Prognose eines BIP-Wachstums von rund drei Prozent.
„Die Industrie ist und bleibt Wachstumstreiber der deutschen Volkswirtschaft“, sagte Kerber. Im zweiten Quartal stieg die industrielle Wertschöpfung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,4 Prozent – deutlich stärker als die anderen Wirtschaftsbereiche.
„Um die Gefahr einer möglichen Staatsschulden- und Finanzkrise einzudämmen, muss sich Europa zu einer neuen Finanzarchitektur aufraffen“, forderte Kerber. Nur mit einer konsequenten Weiterentwicklung der europäischen Institutionen ließen sich verlorenes Vertrauen der Märkte langfristig zurückgewinnen und negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft verhindern.
Den BDI Konjunktur-Report 04/2011 erhalten Sie hier.
Der BDI hat mit seinem Thesenpapier „Ein neuer Vertrag für den Euro“ Vorschläge für eine konsequente Weiterentwicklung der europäischen Institutionen vorgelegt, um die Eurozone zu stärken.
- BDI Konjunktur-Report 04 I 2011 , 20.10.2011
