BDI meldet sich in der Kernkraftdebatte zu Wort
Im Gespräch mit dem Tagesspiegel kritisiert BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf den Vorstoß von Bundesumweltminister Röttgen.
Röttgen hatte sich für eine nur geringe Verlängerung der Laufzeiten ausgesprochen. Nach seiner Ansicht sollte die Laufzeit der Atomkraftwerke insgesamt 40 Jahre nicht überschreiten. „Die Rechnung von Umweltminister Röttgen geht nicht auf", sagte dazu BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf.
Man könne nicht ein Prozent Grundlaststrom aus einem Atom- oder Kohlekraftwerk, das ständig und gleichmäßig Strom produziere, mit einem Prozent Strom aus erneuerbaren Energien gleichsetzen, die nur dann erzeugt würden, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. "In diesem Winter, so Schnappauf, "sind an manchen Tagen von den 25000 Megawatt installierter Windkraftleistung lediglich rund 300 Megawatt auch ins Stromnetz eingespeist worden."
Würden die Atomkraftwerke abgeschaltet, wenn die erneuerbaren Energien einen Anteil von 40 Prozent erreicht haben, wie Röttgen das vorgeschlagen hat, „würde das abertausende Arbeitsplätze gefährden", sagt Schnappauf, denn die Industrie „ist auf eine sichere Stromversorgung angewiesen".
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