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Nationale Plattform Elektromobilität

Deutschland soll Leitanbieter für Elektromobilität werden

 © Daimler AG
18.01.2011

Zusammen mit dem Deutschen Verkehrsforum diskutierte der BDI über die inhaltlichen Schwerpunkte der nächsten Wochen.

„Politik, Wirtschaft und Wissenschaft müssen jetzt gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen. Innerhalb der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) zeigt sich, wie eng die beteiligten Branchen schon jetzt zusammenarbeiten.“ Das erklärte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und BDI-Vizepräsident Matthias Wissmann am Dienstag in Berlin anlässlich der gemeinsamen Veranstaltung von BDI und Deutschem Verkehrsforum „Elektromobilität in Deutschland: Eine Zwischenbilanz“.

„Für den Erfolg der Elektromobilität ist entscheidend, dass den Erwartungen der Nutzergruppen hinsichtlich Preis und Alltagstauglichkeit entsprochen wird“, betonte Klaus-Peter Müller, Präsidiumsvorsitzender des Deutschen Verkehrsforums. „Über die Kernthemen wie Batteriesystemproduktion oder Normung hinaus liegen uns die Aspekte Rohstoffversorgung, Anreize für einen erfolgreichen Marktstart und Nutzung des Potenzials im innerstädtischen Lieferverkehr besonders am Herzen.“

Für den nächsten NPE-Bericht, der im Frühjahr 2011 veröffentlicht wird, setze die Industrie auf vier besonders relevante Schwerpunkte, sagte Wissmann. „Ein schlüssiger Maßnahmenkatalog zur Markteinführung von Elektrofahrzeugen ist unerlässlich. Hierzu sollten verschiedene Instrumente genutzt werden: Finanzielle und steuerliche Impulse, verkehrsrechtliche Anreize und infrastrukturelle Anpassungen müssen zu einem Elektromobilitätspaket zusammengefügt werden. Vor allem aber müssen Hochschulen und Forschungsinstitute gefördert werden, das betrifft die Schnittstellen zur Automobilindustrie ebenso wie die Elektrochemie und den Maschinenbau.“ Wissmann forderte zudem den bedarfsgerechten Ausbau der Lade-Infrastrukturen. „Wir brauchen eine integrierte Zell- und Batteriesystemproduktion in Deutschland.“ Und schließlich werde Elektromobilität die Nachfrage nach Rohstoffen steigen lassen. „Auch in Zukunft ist der sichere Zugang zu Rohstoffen wie Kobalt oder Neodym fundamental.“

Die Voraussetzungen für Elektromobilität „Made in Germany“ seien gut, sagten Wissmann und Müller. Von der Politik forderten sie verlässliche Rahmenbedingungen durch eine integrierte nationale und europäische Energiestrategie, um die Versorgung mit kostengünstiger und umweltfreundlicher Energie für die Elektromobilität langfristig sicherzustellen.

Wissmann und Müller beurteilten den jüngsten Zwischenberichts der NPE positiv. Er setze in seinem Bemühen um Konkretisierung wichtige Impulse, etwa durch einen Katalog prioritärer Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie die Schaffung branchenübergreifender Technologie- und Normungsroadmaps.




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