Fachveranstaltung
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22.09.2010
In der Vergangenheit erfolgte die Ermittlung von arbeitsplatzbezogenen Grenzwerten hauptsächlich im nationalen Rahmen. In Deutschland haben wir hierfür in den vergangenen Jahrzehnten sehr gut funktionierende Mechanismen und leistungs- fähige Strukturen entwickelt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Akteure ist gut eingespielt und funktioniert: Wissenschaft, Behörden, Arbeitgeber und Arbeitnehmer arbeiten konstruktiv zusammen und verfolgen gleichgerichtete Ziele. Heute und künftig noch verstärkt werden Grenzwerte auf europäischer Ebene formuliert. Daraus ergeben sich neue Vorgehensweisen und Mechanismen, hieran werden die Beteiligten in den kommenden Jahren noch intensiv arbeiten müssen. Mit REACH hat sich der Rahmen für Grenzwertsetzungen auch inhaltlich stark verändert und konfrontiert die Akteure u. a. mit den folgenden Fragestellungen: Wie stehen die künftig vermehrt abgeleiteten DNEL- und DMEL-Werte zu den bewährten Grenzwerten? Welchen Stellenwert hat ein vom Hersteller ermittelter DNEL- oder DMEL-Wert im Vergleich zu einem Grenzwert, den eine wissenschaftliche Fach- kommission oder der Ausschuss für Gefahrstoffe in rechtlich legitimierter Weise festlegt? Welche Veränderungen sind notwendig und wie kann der Informations- gewinn durch REACH für den Arbeitsschutz optimal genutzt werden? Eine erste Basis zur Beantwortung dieser Fragen konnte mit dem Luftgrenzwerte-Symposium gelegt werden.
BDI-VCI-Symposium "Luftgrenzwerte"
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Positive Resonanz bei Fachpublikum zu BDI-VCI-Symposium "Luftgrenzwerte" am 16./17. September 2010!
Die Grenzwertsetzung befindet sich in Europa nicht zuletzt durch die REACH-Verordnung im Wandel. Die geänderten rechtlichen Anforderungen und vor allem neue wissenschaftliche Erkenntnisse lassen Änderungen bei der zukünftigen Bewertung und Ableitung von Expositionsgrenzwerten am Arbeitsplatz erwarten. In offener Diskussion mit den zuständigen Fachministerien sowie der Wissenschaft standen daher beim Luftgrenzwerte-Symposium am 16. und 17. September 2010 in Berlin die nicht adversen Effekte im Vordergrund. Dieser Themenkreis wird auch im Hinblick auf die Informationen, die mit REACH und den DNELs im Sicherheits- datenblatt auf die Stoffhersteller und -anwender zukommen werden, als prioritär gesehen. Eine zentrale Fragestellung war "Wie werden neue Grenzwerte festgelegt und existierende an neue wissenschaftliche Ergebnisse angepasst und korrigiert?". Dabei ist immer das übergeordnete Ziel im Auge zu behalten: Im Arbeitsschutz dienen Grenzwerte dazu, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Dieses ist ein zentrales und selbstverständliches Ziel eines jeden verantwortlich handelnden Unternehmens.In der Vergangenheit erfolgte die Ermittlung von arbeitsplatzbezogenen Grenzwerten hauptsächlich im nationalen Rahmen. In Deutschland haben wir hierfür in den vergangenen Jahrzehnten sehr gut funktionierende Mechanismen und leistungs- fähige Strukturen entwickelt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Akteure ist gut eingespielt und funktioniert: Wissenschaft, Behörden, Arbeitgeber und Arbeitnehmer arbeiten konstruktiv zusammen und verfolgen gleichgerichtete Ziele. Heute und künftig noch verstärkt werden Grenzwerte auf europäischer Ebene formuliert. Daraus ergeben sich neue Vorgehensweisen und Mechanismen, hieran werden die Beteiligten in den kommenden Jahren noch intensiv arbeiten müssen. Mit REACH hat sich der Rahmen für Grenzwertsetzungen auch inhaltlich stark verändert und konfrontiert die Akteure u. a. mit den folgenden Fragestellungen: Wie stehen die künftig vermehrt abgeleiteten DNEL- und DMEL-Werte zu den bewährten Grenzwerten? Welchen Stellenwert hat ein vom Hersteller ermittelter DNEL- oder DMEL-Wert im Vergleich zu einem Grenzwert, den eine wissenschaftliche Fach- kommission oder der Ausschuss für Gefahrstoffe in rechtlich legitimierter Weise festlegt? Welche Veränderungen sind notwendig und wie kann der Informations- gewinn durch REACH für den Arbeitsschutz optimal genutzt werden? Eine erste Basis zur Beantwortung dieser Fragen konnte mit dem Luftgrenzwerte-Symposium gelegt werden.
Programm, Vorträge
- Programm BDI-VCI-Symposium "Luftgrenzwerte", 16./17.09.2010
- Prinzipien der Ableitung von Grenzwerten durch die MAK-Kommission, Prof. Dr. Andrea Hartwig, 16./17.09.2010
- Ableitung von Arbeitsgrenzwerten aus Sicht der Industrie, Anwendung von Extrapolationsfaktoren, Dr. Gisela Stropp, 16./17.09.2010
- Anforderungen an Messverfahern und Messergebnisse in Zusammenhang mit der Ableitung von Grenzwerten, Prof. Dr. Helmut Blome, 16./17.09.2010
- Biologischer Arbeitsstofftoleranzwert, was ist tolerabel?, Prof. Dr. med. Hans Drexler, 16./17.09.2010
- Grenzwertfindung und Reizschwelle: Die Lidschlussfrequenz als physiologischer Indikator für Augenreizungen durch lokale Reizstoffe, Michael Schäper, 16./17.09.2010
- Dosimetrische Extrapolation von Ergebnissen aus Rattenstudien zur Ableitung von Expositions-Standards, Prof. Dr. Günter Oberdörster, 16./17.09.2010
- Bedeutung von Overload-Effekten bei der Bewertung staubförmiger Expositionen, Prof. Dr. Jürgen Pauluhn, 16./17.09.2010
- Ableitungsüberlegungen und Probleme bei der Anwendung von Ergebnissen aus Tierexperimenten mit Stäuben, Peter Morfeld, 16./17.09.2010
- (Hyper)Sensitive Subpopulationen, Prof. Dr. med. Ursula Gundert-Remy, 16./17.09.2010
- Grenzwerte für Luftschadstoffe am Arbeitsplatz - Abgrenzung zwischen Reizwirkung und Belästigung, Dr. Kirsten Sucker, 16./17.09.2010
- Kriterien zur Anwendung epidemiologischer Daten, Dr. Dirk Pallapies, 16./17.09.2010
- Bewertung und Beurteilung der nicht-invasiven Methoden für das allergische Berufsasthma, Monika Raulf-Heimsoth, 16./17.09.2010
- Einsatz von nicht-invasiven Methoden - Chance für Diagnostik und Prävention, Monika Raulf-Heimsoth, 16./17.09.2010
