Unternehmensnachfolge
Eine nachhaltigen Fortführung von Familienunternehmen ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von großer Bedeutung.
Mit ihren Anteilen von 95% an der Gesamtheit aller deutschen Unternehmen und einem Beitrag von 41,5% an den erwirtschafteten Unternehmensumsätzen, ist der Erfolg einer geordneten und nachhaltigen Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen von hoher Bedeutung für die Wirtschaft.
Besonders finanzielle, steuerliche, rechtliche und personelle Herausforderungen sind zu meistern.
Der Unternehmensnachfolge liegen drei Kriterien zu Grunde:
- Unternehmensnachfolgen können nur in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen auftreten. Als solche definiert das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) Unternehmen, in denen maximal zwei Familien mindestens 50% der Unternehmensanteile halten und mindestens einer der Gesellschafter in der Geschäftsführung tätig ist.
- Der Übergang der Leitung des Unternehmens erfolgt im Zuge des Nachfolgeprozesses. Der bloße Übergang von Eigentum ohne den gleichzeitigen Leitungswechsel stellt keine Unternehmensnachfolge dar.
- Eine Unternehmensnachfolge liegt nur dann vor, wenn die Übergabe der Unternehmensleitung ihre Gründe in der Person des Eigentümers hat. Ist dieser Schritt durch die wirtschaftliche Situation des Unternehmens motiviert, handelt es sich nicht um eine Nachfolge.
