Unternehmensübertragungen
©BDI
Zwischen 2010 und 2014 stehen in Deutschland schätzungsweise 110.000 Unternehmensübergaben an.
Unternehmensnachfolgen in Deutschland von 2010 bis 2014
Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt seit Beginn der 90er Jahre die Anzahl anstehender Unternehmensübertragungen in Deutschland. Aufgrund neuer Datenquellen konnte die Methodik zuletzt weiterentwickelt und die Güte der Ergebnisse verbessert werden. Die Frage der Nachfolge stellt sich in Familienunternehmen immer dann, wenn der Eigentümer aus der Führung seines Unternehmens alters- oder krankheitsbedingt ausscheidet oder verstirbt und das Unternehmen ein hinreichendes Potenzial für eine Übernahme bietet.
Wie viele Familienunternehmen in den nächsten fünf Jahren vor der Herausforderung stehen, einen Nachfolger finden zu müssen, hat das IfM Bonn mittels eines verbesserten Schätzverfahrens ermittelt.
Zahl der Unternehmensübertragungen gesunken
In der neuesten Untersuchung, »Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2010 bis 2014«, liegen Informationen zu den Gewinnen der Unternehmen vor, die wesentlich besser geeignet sind, die Übernahmewürdigkeit zu bestimmen.
Nach dem neuen Verfahren gilt ein Unternehmen als übernahmewürdig, wenn es mindestens einen Jahresgewinn in der Höhe eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung (derzeit: rund 49.500 €) sowie einer marktüblichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals erwirtschaftet. Diese realistischeren Bedingungen erfüllen deutlich weniger Unternehmen.
Ergebnisse
Nach Schätzung des IfM werden zwischen 2010 und 2014 in Deutschland etwa 110.000 Unternehmensübergaben anstehen – die Unternehmer scheiden demnach aus persönlichen Gründen aus der Geschäftsführung aus. Insgesamt sind hiervon 1,4 Mio. Beschäftigte betroffen. Hiervon erfolgt die überwiegende Mehrheit dieser Unternehmensübertragung (86%) altersbedingt und planmäßig.
.jpg)
