Aufschwung in Asien und Lateinamerika treibt die Ausfuhren
Deutsche Exporte profitieren vom Wachstum in Lateinamerika
BDI/fololia (Pavla Vanicka)
Stabiler deutscher Anteil am Welthandel. Exporte wachsen 2011 um über sieben Prozent. Wachsende Sorge über steigende Rohstoffpreise.
„Die Spitzenwerte des deutschen Exports auf den Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas beweisen, wie wettbewerbsfähig die deutsche Industrie weltweit ist.“ Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich der Veröffentlichung des neuen BDI-Außenwirtschafts-Reports am Sonntag in Berlin.
Die deutschen Exporte nach China lagen in den vergangenen drei Berichtsmonaten um 53 Prozent höher als im letzten Quartal vor Krisenbeginn, dem zweiten Quartal 2008. Die Ausfuhren nach Brasilien übertreffen den Vor-Krisen-Stand mittlerweile um 26 Prozent, die nach Indien um 14 Prozent.
„Die deutschen Exporte werden auch in diesem Jahr überdurchschnittlich wachsen. Der Export wird weiter ein wichtiger Motor des Wachstums in Deutschland sein“, unterstrich Schnappauf. Laut der aktuellen BDI-Branchenumfrage werden die Industrieexporte 2011 um 7,3 Prozent zunehmen. Damit halten sie Schritt mit der globalen Entwicklung. Der deutsche Anteil am Welthandel beträgt weiterhin rund neun Prozent. Im vorigen Jahr waren die Industrieexporte um mehr als 17 Prozent gewachsen.
Die größten Herausforderungen für die Exportindustrie sind laut Umfrage steigende Rohstoffpreise und sichere Rohstoffversorgung. „Die Fortsetzung der Exporterfolge in Deutschland ist nur mit einer gesicherten Rohstoffbasis möglich“, sagte Schnappauf. Die Politik müsse entschieden und konsequent gegen die zunehmenden Ausfuhrbeschränkungen und Wettbewerbsverzerrungen auf den Rohstoffmärkten vorgehen. Die Zahl der weltweiten Exportbeschränkungen auf Rohstoffe stieg von 450 im Jahr 2008 auf etwa 1000 im Jahr 2010.
- BDI-Außenwirtschafts-Report 1|2011, 09.01.11
- BDI Foreign Economic Report 1|2011, 09.01.11
- BDI Foreign Economic Report 1|2011 (print version), 09.01.11
