BDI-Außenwirtschafts-Report

BDI-Außenwirtschafts-Report 4|2011

BDI-Außenwirtschafts-Report 4|2011

Made in Germany Made in Germany © fotolia/Bertold Werkmann
11.09.2011

Keine größeren Impulse aus Europa und USA zu erwarten. Weiterhin starke Zuwächse in den Schwellenländern.

"Die deutsche Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem Exportplus von elf Prozent. Damit bestätigen wir trotz der gegenwärtigen Finanzmarktsituation unsere Prognose vom Frühjahr." Dies sagte Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, bei der Vorlage des aktuellen BDI-Außenwirtschafts-Reports am Sonntag in Berlin.  

Aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten für die Weltwirtschaft gehe der BDI von einer nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik aus. Im ersten Halbjahr waren die deutschen Exporte um mehr als 15 Prozent gestiegen. „Unterm Strich wachsen die Ausfuhren deutscher Unternehmen stärker als der Welthandel, so dass der Weltmarktanteil von Produkten made in Germany weiter zunimmt“, unterstrich Kerber.  

"Vor allem politische Unsicherheiten bilden den Anlass für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Dazu gehört das Ausbleiben einer überzeugenden Lösung für den Umgang mit der Schuldenkrise in Griechenland und anderen europäischen Ländern sowie in den USA", erläuterte Kerber. „Größere Impulse für Weltwirtschaft und deutsche Exportwirtschaft sind in den nächsten Monaten weder aus Europa noch aus den USA zu erwarten.“  

Die Nachfrage aus aufstrebenden Ländern wie China, Indien oder Brasilien nach deutschen Produkten bleibt laut BDI-Außenwirtschafts-Report groß. So lagen die Exporte in die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) im ersten Halbjahr 2011 um 23 Prozent über dem ersten Halbjahr 2008, dem letzten Halbjahr vor Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit Verweis auf die bevorstehenden Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage vom 18. bis 20. September in Rio de Janeiro hob Kerber die wachsende Bedeutung Lateinamerikas für die deutsche Exportwirtschaft hervor. Brasilien sei Deutschlands wichtigster Handelspartner in der Region. Die deutschen Ausfuhren nach Brasilien lagen im ersten Halbjahr 2011 um 25 Prozent über dem ersten Halbjahr 2008.  





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