Direktinvestitionen
Deutsche Unternehmen beschäftigen über 4 Mio. Arbeitnehmer im Ausland. Der Standort Deutschland braucht Auslandsinvestitionen. Der BDI fordert internationale Investitionsfreiheit und weltweiten Investitionsschutz.
Mit ihren weltweiten Investitionen erschließen Unternehmen neue Absatzchancen in den Weltmärkten. Die Unternehmen weiten ihre Aktivitäten aus und verbessern dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Damit werden gleichzeitig Arbeitsplätze im Inland gesichert und ausgebaut. Drei Arbeitsplätze im Ausland bedeuten dabei einen zusätzlichen Arbeitsplatz im Inland.
Insgesamt beschäftigen deutsche Unternehmen in mehr als 20 000 Auslandsstandorten über 4 Mio. Arbeitnehmer. Die deutsche Industrie stärkt als lokaler Arbeitgeber, Ausbilder und Steuerzahler die Wirtschafts- und Sozialstrukturen ihrer Gastländer. Das bedeutet Einkommen und Lebensgrundlage für weitere Millionen von Menschen. Bei ihren Investitionen orientieren sie sich an den Richtlinien für multinationale Unternehmen der OECD und fördern damit im Ausland ökologische und soziale Standards.
Voraussetzung für weltweite Investitionen sind Rechtssicherheit, Vertrauensschutz und Chancengleichheit. Ein unentbehrliches Element für ein erfolgreiches Auslandsengagement ist weltweiter Investitionsschutz. Der BDI unterstützt daher den Ausbau des Netzes von Investitionsschutzverträgen des Bundes und die Fortentwicklung der Investitionsgarantien. Wir setzen uns ein für internationale Rahmenbedingungen für Investitionen.
Wir begrüßen die Bekenntnisse auf G20-Ebene zur internationalen Investitionsfreiheit. Das gilt auch für Direktinvestitionen aus dem Ausland in Deutschland, die gerade in Zeiten knapper Liquidität eine willkommene Möglichkeit für notwendige Investitionen in den Standort Deutschland sind. Deshalb hat sich der BDI klar gegen die 13. Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes ausgesprochen, durch die die Bundesregierung ein zusätzliches Untersagungsrecht bei ausländischen Direktinvestitionen erhalten hat.
