Brasilien
Rio de Janeiro
Deutschland und Brasilien: Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Brasilien hat sich in den letzten 10 Jahren etwa verdreifacht, von 4,9 auf über 14,5 Milliarden Euro in 2010.
Deutschland gehört zu den Hauptlieferanten Brasiliens und rangiert, hinter den USA, China und Argentinien, auf Platz 4. Der Direktinvestitionsbestand liegt bei ca. 11 Milliarden Euro (2009). Deutsche Unternehmen erwirtschaften in Brasilien ca. 8 % des industriellen Bruttoinlandsprodukts. São Paulo ist weltweit der größte deutsche Wirtschaftsstandort außerhalb Deutschlands.
In der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 zeigte sich Brasilien im Vergleich zu früheren Krisen als relativ stabil. Die konservative Wirtschafts- und Währungspolitik der vergangenen 10 Jahre erweist sich als außerordentlich erfolgreich (unabhängige Zentralbank, stabile Währung bei flexiblen Wechselkursen, stabiler Bankensektor, Schuldenabbau, wachsende Mittelschicht, Diversifizierung des Exports). Die Bedeutung Brasiliens als „neuer“ Markt dürfte für deutsche Unternehmen noch weiter zunehmen. Für die kommenden Jahre sind staatlich geförderte Investitionen in den Infrastruktur- und Energiesektor in der Größenordnung von über 600 Milliarden Euro geplant. Hieraus – wie auch aus der Fußballweltmeisterschaft 2014 sowie den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien – ergeben sich interessante Chancen für die deutsche Industrie.
Am 14. Juli 2010 fanden in Brasília der politische EU-Brasilien-Gipfel sowie der EU-Brasilien-Wirtschaftsgipfel statt.
