"Irrglaube, man könne die Energiewende politisch bewirken"
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"Gefährlich ist, dass die Politik dem Irrglauben anhängt, man könne eine Energiewende politisch bewirken."
Das sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel in einem Interview mit dem Focus. "Die Umsetzung muss in der Wirtschaft passieren, bei den Unternehmen, die investieren."
Die Energiewende werde nicht durch Reden bewirkt, sondern durch Fakten, so Keitel. "Das nimmt die Politik nicht ernst genug". Trotz staatlicher Ausnahmeregeln beim Strompreis zahle die deutsche Industrie „mit die höchsten Strompreise in Europa“. Das führe dazu "dass in Deutschland Arbeitsplätze verschwinden."
Die Industrie sähe in der Energiewende große Chancen, die sie mit aller Entschlossenheit ergreifen wolle, machte Keitel deutlich. Jedoch gehöre dazu "auch die anwachsende Diskussion über die Kosten-Gefahren der Energiewende. Und ich wäre dankbar, wenn die Bundesregierung unsere Sorgen ernst nehmen würde."
Lesen Sie mehr hier und im Interview Focus 06/2012.
