Handel und Umwelt
Handelsliberalisierungen setzen richtige Anreize zur Verbreitung von klimaschonenden Technologien.
Umwelt- und Klimaschutz bieten große wirtschaftliche Chancen, bergen aber auch erhebliche Risiken für den Welthandel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Der BDI setzt sich für den weltweiten Umwelt- und Klimaschutz ein. Grüne Technologien aus Deutschland aus allen Industriebranchen haben hervorragende Wachstumschancen und tragen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Schaffung von Arbeitsplätzen im Inland bei. Die deutsche Industrie ist mit ihrem Engagement und Know-how, ihren Produkten und Dienstleistungen ein Problemlöser, der entscheidend dabei mitwirkt, dass die globale Herausforderung des Umwelt- und Klimaschutzes gemeistert werden kann.
Der BDI lehnt Klimazölle ab
Nur ein multilaterales Vorgehen kann der globalen Herausforderung Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden. Eine liberale Welthandelsordnung fördert den Klimaschutz, weil umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen ohne Zollbelastungen und anderen Handelshemmnisse preiswerter angeboten werden können. Freier Handel bringt Wohlstand und Wohlstand fördert zudem die Nachfrage nach Umweltschutz und Umwelttechnik. Klimazölle und andere handelspolitischer Maßnahmen zum Ausgleich von Wettbewerbsnachteilen durch Klimaschutzverpflichtungen und gegen die dadurch drohende Verlagerung von Produkten in das Ausland („Carbon Leakage") lehnt der BDI als kontraproduktiv ab.
Freihandel hilft dem Klimaschutz
Gleichsam sieht der BDI Initiativen kritisch, die nur auf Zollsenkungen für wenige potentielle „Umweltgüter" abzielen, da sie zwangsläufig in ungerechtfertigten Diskriminierungen, Wettbewerbsverzerrungen und unverhältnismäßigen bürokratischen Mehraufwand beim Zoll enden. Der beste Weg, um die richtigen Anreize für die weltweite Verbreitung von klimaschonenden Technologien zu setzen, ist daher der zügige Abschluss der WTO-Doha-Runde mit ambitionierten allgemeinen Zollsenkungen für alle Industriezweige und alle Länder.
Um ihre Lösungskompetenz zielgerichtet und wirtschaftlich sinnvoll in den Entwicklungs- und Schwellenländern zum Einsatz zu bringen und das Potential der internationalen Technologiekooperation besser auszuschöpfen, setzt sich der BDI zudem für einen weltweit verlässlichen Schutz von geistigen Eigentumsrechten und Investitionen ein.
