Aktuell
  • Sach­zu­wen­dun­gen: Raus aus dem Re­ge­lungs­di­ckicht

    Ein Blumenstrauß zum Geburtstag, ein Gutschein für Beschäftigte oder ein Geschäftsessen: Sachzuwendungen und Bewirtungen gehören zum Unternehmensalltag. Steuerlich lösen sie jedoch häufig aufwendige Prüfungen und Aufzeichnungen aus. Unterschiedliche Regelungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht erschweren zudem eine digitale Abrechnung. Der BDI schlägt deshalb ein Wahlrecht für eine vereinfachte Pauschalierung vor, die an den tatsächlichen Aufwendungen ansetzt.

  • Ein­kom­men­steu­er­re­form: Mehr Bü­ro­kra­tie­ab­bau statt Mehr­be­las­tung

    Am 7. September 2026 diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Unternehmenspraxis beim BDI über die geplante Anpassung des Einkommensteuertarifs und notwendige Vereinfachungen des Unternehmensteuerrechts. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des Einkommensteuerreformgesetzes auf Personenunternehmen sowie Möglichkeiten, steuerliche Verfahren zu vereinfachen. Die Diskussion zeigte: Das angekündigte Steuervereinfachungsgesetz bietet die Gelegenheit, strukturelle Hemmnisse abzubauen und die steuerlichen Rahmenbedingungen für Investitionen weitgehend aufkommensneutral zu verbessern.

  • Eu­ro­päi­sches Bei­hil­fe­recht: In­dus­trie for­dert pra­xis­taug­li­che AG­VO

    Die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gehört zu den wichtigsten Instrumenten des europäischen Beihilferechts. Sie ermöglicht es Mitgliedstaaten, zahlreiche Fördermaßnahmen direkt zu bewilligen, ohne dass die Beihilfe zuvor von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss. Seit ihrem Inkrafttreten im Jahr 2014 wurde die AGVO mehrfach überarbeitet und erweitert. Durch die letzte größere Änderung 2023 entstand zusätzlicher Spielraum für Investitionen in Klimaschutz, industrielle Transformation sowie Forschung und Innovation.

  • Wett­be­werbs­po­li­tik muss Stand­ort­po­li­tik sein

    Die Monopolkommission analysiert in ihrem Hauptgutachten „Wettbewerb 2026“ zentrale Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der BDI unterstützt das Ziel offener und wettbewerblicher Märkte, setzt aber an mehreren Stellen andere Akzente. Wettbewerbspolitik muss die Bedingungen berücksichtigen, unter denen Unternehmen investieren, industrielle Wertschöpfung erhalten und neue Technologien in Europa skalieren können.

  • Der Pu­blic Pro­cu­re­ment Act: Neu­aus­rich­tung der eu­ro­päi­schen öf­fent­li­chen Auf­trags­ver­ga­be

    Mit dem am 9. September 2026 vorgelegten Public Procurement Act (PPA) schlägt die Europäische Kommission die umfassendste Reform des europäischen Vergaberechts seit mehr als einem Jahrzehnt vor. Ziel ist es, Vergabeverfahren einfacher und stärker digital auszurichten sowie öffentliche Beschaffung künftig gezielter als Instrument für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit Europas einzusetzen. Aus Sicht der Industrie bietet der Vorschlag wichtige Chancen, wirft zugleich aber Fragen hinsichtlich Praktikabilität und Bürokratieaufwand auf.

  • Erb­schaft­steu­er vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: War­um Be­triebs­ver­mö­gen be­son­de­ren Schutz braucht

    Am 13. Oktober 2026 verhandelt der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts über die erbschaftsteuerliche Verschonung von Betriebsvermögen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die unterschiedliche Behandlung von begünstigtem Betriebsvermögen und nicht begünstigtem Privatvermögen mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Der BDI ist als sachkundiger Dritter geladen und wird an der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe teilnehmen.

  • In­dus­try Spot­light: Un­ter­neh­men­steu­ern - Fak­ten und For­de­run­gen der In­dus­trie auf ei­nen Blick

    Deutschland zählt bei der Besteuerung von Unternehmen international zu den Hochsteuerländern. Zugleich belasten komplexe Verfahren, umfangreiche Nachweispflichten und eine noch unzureichende Digitalisierung die Unternehmen. Das aktualisierte "Industry Spotlight: Unternehmensteuern" bündelt zentrale steuerpolitische Forderungen der Industrie und ergänzt sie um datenbasierte Einblicke in industrielle Kernbranchen.

  • Re­form des Un­ter­schwel­len­ver­ga­be­rechts: Chan­cen nut­zen, Schwä­chen be­he­ben

    Der Entwurf für eine Neufassung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) soll öffentliche Beschaffungen beschleunigen und vereinfachen. Er enthält wichtige Ansätze für schnellere und digitalere Vergabeverfahren. Damit daraus echte Vereinfachung für Bieter entsteht, braucht es jedoch mehr Einheitlichkeit, transparente Wettbewerbsbedingungen und einen verlässlichen Rechtsschutz. Empfehlungen dazu enthält die Stellungnahme des BDI zum Entwurf einer Neufassung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO).

Unsere Social Wall

  • TBI Trans­at­lan­tic Dia­lo­gue 2026

    07.10.2026

    14:30 18:00

  • Deut­scher En­er­gie­steu­er­tag 2026

    05.11.2026 06.11.2026

    ganztägig

  • Eco­no­mic Se­cu­ri­ty & In­vest­ment Scree­ning Con­fe­rence 2026

    16.12.2026

    08:30 17:00

  • In­no­Na­ti­on

    11.03.2027

    ganztägig

  • Tax Fo­rum Ber­lin

    13.04.2027 14.04.2027

    ganztägig

  • #TDI27 – Tag der In­dus­trie

    14.06.2027 15.06.2027

    ganztägig

Industry Spotlight: Industrial Accelerator Act (IAA)

Die EU will den Anteil der Industrie an der europäischen Wirtschaftsleistung wieder erhöhen. Gleichzeitig steht die Industrie unter massiven Druck. Vor allem staatlich subventionierte Überkapazitäten in China führen zu verzerrtem Wettbewerb und verdrängen europäische Produktion, Unternehmen investieren zunehmend außerhalb Europas, und die Abhängigkeiten bei Rohstoffen, Vorprodukten und Zukunftstechnologien wachsen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission im März 2026 den Industrial Accelerator Act (IAA) vorgelegt. Er soll industrielle Produktion in Europa halten und Investitionen in die Dekarbonisierung stärken, unter anderem durch beschleunigte Verfahren.

  • Nach­hal­tig­keit

    Der BDI setzt sich für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft ein, die ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit verbindet. Im Austausch mit econsense, dem aus dem BDI hervorgegangenen Nachhaltigkeitsnetzwerk der deutschen Wirtschaft, bündeln wir Erfahrungen, Perspektiven und Praxiswissen aus den Unternehmen. So schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, Innovation und langfristigen Wohlstand in Deutschland und Europa.

  • USA

    Die USA sind nach wie vor einer der wichtigsten Auslandsmärkte für die deutsche Wirtschaft. Doch die Politik von US-Präsident Trump stellt deutsche Unternehmen vor Herausforderungen.

  • In­ter­na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten

    Noch nie war die Welt so vernetzt wie heute – gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich. Globale Wirtschaftskreisläufe sorgen für ein größeres Warenangebot und günstige Preise, stellen aber auch hohe Anforderungen an Logistik und funktionierende Lieferketten. Ob Handelskonflikte, Pandemien, Rohstoffknappheit oder die Havarie eines Containerschiffes: Unternehmen müssen lernen, mit diesen Risiken umzugehen.

  • Si­cher­heit und Ver­tei­di­gung

    Sicherheit ist für die politische und soziale Stabilität jeder Gesellschaft von grundlegender Bedeutung. Sie gewährleistet die Rahmenbedingungen, in denen sich Kultur, Handel und Wirtschaft überhaupt erst entwickeln können. So investiert beispielsweise nur, wer der Überzeugung ist, die Früchte dieser Investition auch ernten zu können.

  • Bü­ro­kra­tie­ab­bau

    Die deutsche Industrie – vom börsennotierten Konzern bis zum mittelständischen Familienunternehmen – ist auf einen effizienten und unkomplizierten Rechtsrahmen angewiesen. Unnötige Bürokratie kostet Zeit und Geld, hemmt Innovationen und vergrößert den Standortnachteil. Insbesondere der industrielle Mittelstand leidet unter der Vielzahl staatlicher Vorgaben, da ihm oft die Ressourcen fehlen, um komplexe Anforderungen zu bewältigen.

  • Ak­tu­el­le Steu­er­po­li­tik

    Eine moderne Steuerpolitik ist entscheidend, um Investitionen zu stärken, Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Standort Deutschland zukunftsfähig aufzustellen. Es braucht einfache, verlässliche und international wettbewerbsfähige Regeln, damit Investitionsentscheidungen wieder zugunsten Deutschlands ausfallen. So schafft eine kluge Steuerpolitik den notwendigen Rückenwind für die Industrie.

  • Cy­ber­si­cher­heit und Wirt­schafts­schutz

    Daten- und Frachtdiebstahl, Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und andere Formen der Wirtschaftskriminalität mit jährlich verursachten Schäden von über 267 Milliarden Euro, Naturkatastrophen und politische Instabilität: Für Deutschlands global vernetzte Industrie sind alle Dimensionen von Sicherheit entscheidend – analog wie digital. Wirtschaft und Politik müssen für diese Herausforderung enger zusammenarbeiten.

  • Künst­li­che In­tel­li­genz

    Künstliche Intelligenz (KI) verändert unser Leben grundlegend. Transformative Effekte in der Zukunft werden die Art wie wir leben und arbeiten nachhaltig prägen. Doch was genau ist eigentlich KI? Wie wird KI in der Industrie verwendet? Wo bestehen Hemmnisse im Einsatz von KI und wie setzt sich der BDI in seiner Funktion als Spitzenverband für die Implementierung und innovationsoffene Regulierung von Künstlicher Intelligenz ein?

  • La­tein­ame­ri­ka

    Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.

  • Roh­stoff­si­cher­heit

    Rohstoffe sind das Fundament der industriellen Produktion in Deutschland. Sie werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt und sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: In einem Smartphone sind zum Beispiel über 60 verschiedene Rohstoffe verbaut. Für den Industriestandort Deutschland ist die sichere Versorgung mit Rohstoffen von größter Bedeutung.

Veröffentlichungen
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