Mittelstand Produktion mit Funkenflug
Aktuell
  • An­for­de­run­gen an die na­tio­na­le Um­set­zung des Soil Mo­ni­to­ring Law

    Mit dem Soil Monitoring Law schafft die EU einen neuen Rahmen für den Bodenschutz. Bei der nationalen Umsetzung gilt es nun, Doppelregulierung und zusätzliche Belastungen für Unternehmen zu vermeiden. Der BDI fordert in einem Positionspapier eine praxisgerechte und bürokratiearme Umsetzung, die bestehende Strukturen und Fachrechtsregime respektiert und keine neuen Genehmigungshürden schafft.

  • Erb­schaft­steu­er: Ver­scho­nung von Be­triebs­ver­mö­gen bleibt not­wen­dig zum Schutz pro­duk­ti­ver Un­ter­neh­men

    Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin zur Erbschaftsteuer: „Die Verschonung von Betriebsvermögen schützt produktive Unternehmen. Gebundenes Unternehmenskapital darf nicht wie frei verfügbares Privatvermögen besteuert werden, denn betriebliches Vermögen ist nicht liquide, sondern beispielsweise in Maschinen, Anlagen und Fabrikgebäuden gebunden.“

  • Ein­schät­zung zur Kon­sul­ta­ti­on der Vo­gel­schutz- und FFH-Richt­li­nie

    Die europäischen Naturschutzrichtlinien sind zentral für den Schutz von Arten und Lebensräumen. In ihrer praktischen Anwendung führen sie jedoch zunehmend zu komplexen und langwierigen Genehmigungsverfahren. Anlässlich des Stresstests der EU-Kommission fordert der BDI deshalb: Naturschutz muss wirksam bleiben, zugleich aber verhältnismäßiger sowie praxistauglicher werden und mehr Rechtssicherheit schaffen.

  • Erb­schaft­steu­er vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: War­um Be­triebs­ver­mö­gen be­son­de­ren Schutz braucht

    Am 13. Oktober 2026 verhandelt der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts über die erbschaftsteuerliche Verschonung von Betriebsvermögen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die unterschiedliche Behandlung von begünstigtem Betriebsvermögen und nicht begünstigtem Privatvermögen mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Der BDI ist als sachkundiger Dritter geladen und wird an der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe teilnehmen.

  • Ein­kom­men­steu­er­re­form: Mehr Bü­ro­kra­tie­ab­bau statt Mehr­be­las­tung

    Am 7. September 2026 diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Unternehmenspraxis beim BDI über die geplante Anpassung des Einkommensteuertarifs und notwendige Vereinfachungen des Unternehmensteuerrechts. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des Einkommensteuerreformgesetzes auf Personenunternehmen sowie Möglichkeiten, steuerliche Verfahren zu vereinfachen. Die Diskussion zeigte: Das angekündigte Steuervereinfachungsgesetz bietet die Gelegenheit, strukturelle Hemmnisse abzubauen und die steuerlichen Rahmenbedingungen für Investitionen weitgehend aufkommensneutral zu verbessern.

  • Eu­ro­päi­sches Bei­hil­fe­recht: In­dus­trie for­dert pra­xis­taug­li­che AG­VO

    Die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gehört zu den wichtigsten Instrumenten des europäischen Beihilferechts. Sie ermöglicht es Mitgliedstaaten, zahlreiche Fördermaßnahmen direkt zu bewilligen, ohne dass die Beihilfe zuvor von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss. Seit ihrem Inkrafttreten im Jahr 2014 wurde die AGVO mehrfach überarbeitet und erweitert. Durch die letzte größere Änderung 2023 entstand zusätzlicher Spielraum für Investitionen in Klimaschutz, industrielle Transformation sowie Forschung und Innovation.

  • Der Pu­blic Pro­cu­re­ment Act: Neu­aus­rich­tung der eu­ro­päi­schen öf­fent­li­chen Auf­trags­ver­ga­be

    Mit dem am 9. September 2026 vorgelegten Public Procurement Act (PPA) schlägt die Europäische Kommission die umfassendste Reform des europäischen Vergaberechts seit mehr als einem Jahrzehnt vor. Ziel ist es, Vergabeverfahren einfacher und stärker digital auszurichten sowie öffentliche Beschaffung künftig gezielter als Instrument für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit Europas einzusetzen. Aus Sicht der Industrie bietet der Vorschlag wichtige Chancen, wirft zugleich aber Fragen hinsichtlich Praktikabilität und Bürokratieaufwand auf.

  • Wett­be­werbs­po­li­tik muss Stand­ort­po­li­tik sein

    Die Monopolkommission analysiert in ihrem Hauptgutachten „Wettbewerb 2026“ zentrale Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der BDI unterstützt das Ziel offener und wettbewerblicher Märkte, setzt aber an mehreren Stellen andere Akzente. Wettbewerbspolitik muss die Bedingungen berücksichtigen, unter denen Unternehmen investieren, industrielle Wertschöpfung erhalten und neue Technologien in Europa skalieren können.

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Erbschaftssteuer im Check – 
aus Industriesicht

Die Erbschaftsteuer kann bei der Unternehmensnachfolge erhebliche Finanzierungsbelastungen auslösen. Da Betriebsvermögen regelmäßig langfristig produktiv gebunden ist, entspricht der Unternehmenswert nicht der verfügbaren Liquidität des Erwerbers. Erfordert die Steuerfinanzierung zusätzliche Ausschüttungen oder Entnahmen, können Investitionsfähigkeit, Beschäftigung und Unternehmensfortführung beeinträchtigt werden. Der Beitrag erläutert die wirtschaftliche Rechtfertigung der Verschonung von Betriebsvermögen, ihre gesetzlichen Voraussetzungen und die steuerliche Behandlung von Unternehmensübertragungen im internationalen Vergleich.

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